Unsere Themen für 2018

 

Die Zukunftskonferenz

Was ist aus dem ambitionierten Projekt geworden? Immerhin fragen sich 200 Teilnehmer dieser gelungenen Veranstaltung vom Jahr 2015, was die Gemeinde mit den vielen Anregungen und Ideen gemacht hat. Der DEV geht dieser Frage nach und wir werden berichten.

Das Bahnhofsgelände

Wann wird endlich auch unser Bahnhof behindertengerecht umgestaltet? Was wird aus den leerstehenden Räumlichkeiten?

Zu diesen Fragen möchten wir einen Vortragenden der ÖBB einladen, der bei einer Veranstaltung dazu Stellung nehmen wird. Rechtzeitig werden Ort und Zeit bekanntgegeben.

Ein Ortsbus

Nachdem sich das Anrufsammeltaxi als Idee des VOR nicht bewährt hat, sollte unser Gemeinderat andere Varianten prüfen. Jetzt wo die Schnellbahn durch die Verdichtung des Taktes für viele noch attraktiver geworden ist, könnte man mit einem Ortsbus zusätzlich Lust auf das Umsteigen vom Auto auf die Öffis bekommen.

Team Polar überzeugt mit spannendem Konzept für ein vielfältig nutzbares Ortszentrum

DI Loos vom Team Polar präsentiert das "UND" als neues Markenzeichen für LE

Am 15. Jänner 2015 fand eine öffentliche Präsentation der Ideen für ein Ortszentrum statt. Bei dieser Vorstellung haben vier Planungsteams spannende Projekte für eine Gestaltung der zur Verfügung stehenden Flächen im sehr gut besuchten Festsaal präsentiert. Die Jury der Gemeinde Langenzersdorf hat sich in weiterer Folge unter der Mitwirkung von zwei erfahrenen Architekten, zwei Verkehrsplanern, allen politischen Fraktionen, der Gemeindeverwaltung und von Bürger- sowie Wirtschaftsvertretern entschieden, das Planungsteam Polar (zweite Präsentation an diesem Nachmittag) mit der weiteren Entwicklung zu befassen. Für die Bürger ist sehr erfreulich, dass viele Wünsche und Ideen aus der Zukunftskonferenz und des Ideenworkshops hier eingeflossen sind.

 

Dieses erfahrene Architektenteam hat mit seiner Vorstellung nicht nur das Publikum, sondern auch die Jury überzeugt, wobei auch die weiteren Präsentationen noch interessante Aspekte eingebracht haben. Konkret hat das Projekt von Polar vorgesehen, den Enzoplatz autofrei zu gestalten, um dort - wie schon bisher - Veranstaltungen größeren Umfangs noch besser zu ermöglichen. Als Übergang von diesem „lauteren“ Bereich in den „leiseren“ Teil der Schmatzergründe mit den benachbarten privaten Gärten ist eine architektonisch ansprechende Dachkonstruktion mit zwei Seitenwänden und dem vielsinnigen Namen „UND“ als Verbindung und Treffpunkt vorgeschlagen worden.

 

Dieses „UND“ ermöglicht vielfältige Nutzungen sowohl als Ort der Begegnung wie zum Marktfrühstück beim Wochenmarkt als auch für Aktivitäten von Vereinen und anderen, welche dann die dort eingebaute Infrastruktur wie Strom etc. über die Gemeinde beziehen können. Durch die offene Gestaltung erlebt man auch direkt den Blick in den grüneren und ruhigeren Bereich, wo sich z.B. Kinder bei einem Klettertier aufhalten können. In weiterer Folge sollen dann bei den Schmatzergründen zahlreiche Sitzgelegenheiten in lockerer Form und mit einer schönen Gliederung auch mit Bäumen und Gräsern gestaltet werden, welche Aktivitäten wie plaudern, lernen, lesen, Boccia spielen oder ähnliches ermöglichen. Als Abschluss dieses öffentlichen Treffpunkts und Erholungsbereichs wird vorgeschlagen, die Schwarz-Villa als besondere Expositur zu einem Cafe umzubauen, wo auch ein schöner Schanigarten in die Schmatzergründe hinein reichen könnte.

 

Die Klosterneuburgerstraße soll bis zur Schulstraße zu einer einheitlichen Begegnungszone umgestaltet werden, wobei auf einer Seite im Gegensatz zu den anderen Projekten noch Parkplätze belassen werden, um insbesondere für Bewohner und Besucher ein Parken zu ermöglichen. Die sonstige Konzentration des Parkens nach Wegfall der Parkplätze rund um den Enzoplatz wird zentral auf einem großen begrünten Parkbereich auf dem ehemaligen ADEG-Areal ermöglicht, wobei eine Verbindung mit dem Billa-Parkplatz angedacht ist. Durch den Wegfall des ADEG wird es auch eine Verbindung von der Klosterneuburgerstraße zur Bahngasse bzw. dann Wienerstraße geben.

 

Die Begegnungszone könnte sich auch die Hauptstraße hinein ziehen und damit in einem Bereich zwischen Billa und Post sowie Bäckerei Mann und Apotheke eine echte Verkehrsberuhigung ermöglichen bzw. so auch das Zentrum abbilden. Damit würden auch die durchfahrenden Autos erkennen, dass sie nun durch das die zentrale Zone von Langenzersdorf fahren und damit der Verkehr verlangsamt. Durch ein Auseinanderziehen der Ampelanlage würde ein breiterer Übergang geschaffen und damit ein besseres Überqueren der Bundesstraße für Fußgänger und Radfahrer ermöglicht werden. Außerdem soll eine entsprechende Ampelschaltung auch eine Phase schaffen, wo der Verkehr überhaupt ruht und damit von beiden Seiten entspannter und sicherer über die Bundestraße im Zentrum gequert werden kann.

 

Zu erwähnen ist nach unserer Einschätzung noch, dass diese Präsentation auch zukünftig Flexibilität gegenüber weiteren Nutzungen bzw. Einrichtungen wie z.B. einer Erweiterung der Musikschule in der großen Zentrumsfläche aufweist. Eine stufenweise Realisierung des neuen Zentrums wäre möglich, um allenfalls zusätzliche Ideen bzw. erfolgversprechende Projekte einer öffentlichen Belebung zur Erhöhung der Frequenz einfließen lassen zu können. Es ist geplant, dass alle Präsentationen noch von der Gemeinde öffentlich zur Verfügung gestellt werden, und der Bürgermeister hat eine weitere Bürgerbeteiligung am Ende der Veranstaltung im Festsaal versprochen.

Ein sehr gut besuchter Festssaal bei der Ideenpräsentation

Ergebnisse des Ideenworkshops an die Gemeinde übermittelt

Die Ergebnisse unseres Ideenworkshops mit rund fünfzig Teilnehmern decken sich mit der Übersicht zu den Protokollen der Zukunftskonferenz. Es sind drei Schwerpunkte klar am höchsten bewertet worden:

Das ist ein echter (autofreier) Platz als Ort der Begegnung, auch für Feste und Versammlungen, mit einer Verkehrsberuhigung der Klosterneuburgerstraße (als Hauptplatz vom Enzoplatz hineingehend in die Schmatzergründe).

Weiters ist dort ein grüner Bereich gewünscht, ein Art kleiner Stadtpark bzw. wie schon vorgeschlagen die drei B´s Brunnen, Bäume und Bänke. Generell soll nicht zu viel in diesem Zentrumsbereich versiegelt werden.

Schließlich wird ein Haus der Vereine in Form eines Multifunktionshauses mit öffentlicher Nutzung vorgeschlagen, damit dort Aktivitäten mit Anziehungskraft für das Zentrum stattfinden können. Das sollte offen gestaltet sein, um wahrnehmen zu können, ob dort etwas los ist. Eine flexible Nutzung ist ebenfalls zielführend, für kleinere Treffen oder etwas größere Veranstaltungen mit Schiebewänden. Es sind auch kulturelle Veranstaltungen ein Thema, von einer Bühne bis zum Freiluftkino gibt es einige Vorschläge.

Etwas weniger hoch gewertet wird das Angebot einer Gastronomie und des Einkaufs. Offenbar war den Teilnehmern die öffentliche Nutzung noch wichtiger als die gewerbliche, aber das könnte man auch kombinieren. Private Wohnungen wurden in diesem zentralen öffentlichen Bereich hingegen nicht unterstützt.

Diese drei Bereiche (Platz, Park und öffentliches Gebäude) sollen sich vom Enzoplatz in die gesamten Schmatzergründe hineinziehen. Die Absiedelung der Feuerwehr wurde angesprochen, hat aber weniger Punkte erhalten. Eine gute Idee fanden viele, bei der Feuerwehr einen Durchgang zum Billa zu schaffen.

Bezüglich einer Verlagerung der Parkplätze vom Enzoplatz ist (ähnlich wie bei der Zukunftskonferenz) der Adeg als Ausgleichsort angedacht worden. Überlegt wurde für den Adeg auch, eine Bauform auf Stelzen mit unten Parkplätzen und oben einer anderen Nutzung.

Diese erarbeiteten und gewerteten Ergebnisse sind der Gemeinde und den fünf Planungsteams übergeben worden, welche am Freitag, den 15. Jänner 2016 um 14h ihre Ideen und Konzepte für die Neugestaltung des Ortszentrums öffentlich präsentieren werden.

Die von den Bürgern erarbeiteten Ideen für das Zentrum

Zentrum gefunden – Ideen gesucht / Ein Workshop mit Christian Schrefel

Der Dorferneuerungsverein Langenzersdorf organisiert im Anschluss an seine Generalversammlung am Montag, den 19. Oktober um 19h im Gasthof Roderich eine moderierte Ideenfindung mit seinen Mitgliedern und allen InteressentInnen. Durch die Verbindung der gemeindeeigenen Grundstücke im Ortskern rund um den Enzo-Platz (Öffnung zu den Schmatzergründen) ergeben sich ganz neue Perspektiven für die Bürgerbeteiligung. Man kann auch hier von einer "Jahrhundertchance" für Langenzersdorf für die Entstehung eines echten Zentrums bzw Hauptplatzes sprechen.

Eine Anmeldung für diesen Workshop ist nicht erforderlich und auch Nichtmitglieder können gerne daran teilnehmen. Die Generalversammlung des Dorferneuerungsverein findet vorher um 18.30h statt, wobei noch eine schriftliche Einladung mit der Post an alle Mitglieder ergeht.

„Ein Zentrum entsteht nicht allein!“

Im Rahmen seiner Generalversammlung berichtete der Dorferneuerungsverein Langenzersdorf im Gasthof Roderich vor zahlreichen Mitgliedern über das Zustandekommen der Zukunftskonferenz als breite Bürgerbeteiligung und bedankt sich bei den Gemeindeverantwortlichen für die Umsetzung der von mehreren Vereinen an die Politik herangetragene Initiative. Diese Einbindung der Bürger gilt es nun allerdings unbedingt fortzusetzen. Besonders wichtig sind Themen wie die Belebung bzw. Schaffung eines echten Zentrums mit attraktiven öffentlichen Freiräumen (Zentrumszone rund um den Enzoplatz), die Umsetzung von Maßnahmen der Verkehrsberuhigung (Begegnungszone zB in der Klosterneuburgerstraße) und die Ausweitung bzw. Stärkung der Schutzzonen (insbesondere für den Erhalt der Weinkeller und anderer historisch wertvoller Gebäude).

Aufgrund unserer Einleitung hielt der österreichweit anerkannte Experte Mag. arch. Roland Gruber MAS MBA von nonconform architektur vor ort ZT KG einen Vortrag zu dem Thema „Ein Zentrum entsteht nicht allein!“, wobei auch neben dem Bürgermeister zahlreiche andere Politiker und die Gemeindeverwaltung zu Gast war. Nachdem die zuständige Arbeitsgruppe bei der Zukunftskonferenz einen Ideenwettbewerb für das Zentrum von Langenzersdorf beschlossen hat, erläuterte er die Möglichkeiten für eine mögliche Umsetzung. Beim Ablauf eines Planungsprozesses ist es für eine breite Akzeptanz wichtig, dieses Verfahren transparent durchzuführen und die Mitbestimmung der Bürger als Potenzial zu sehen. Auslöser für solche Wettbewerbe ist in der Regel ein räumliches Defizit. Der normale Wettbewerb bindet die Bürger aber in der Regel nicht ein und wird das Ergebnis dort oft nachträglich kritisiert bzw. erscheint nicht allen nachvollziehbar.
Mag. Gruber forciert daher mit zahlreichen Gemeinden den sogenannten „kooperativen Wettbewerb“, wo die Bürger in einem kompakten Verfahren miteinbezogen werden und in einem Arbeitsprozess gemeinsam mit den teilnehmenden Architekten die Lage analysieren bzw. ihre Ideen äußern. Hier werden die Bürger zuvor schon in Form einer Aktivierungsphase eingeladen, sich mit ihren Vorstellungen einzubringen. Nach der Beteiligungsphase in Form einer für alle offenen Ideenwerkstatt in der Regel zwei Tage lang entwickeln die Architekten dann in einigen Wochen ihre Entwürfe. Diese werden wiederum in einer frei zugänglichen Jurysitzung mit Modellen präsentiert bzw. diskutiert und die Bürger können damit als Zuhörer auch den gesamten Entscheidungsprozess mitverfolgen. Am Ende findet die öffentliche Präsentation des Siegerprojekts statt.
Erfolgreiche Beispiele der Zentrumsbelebung sind beispielsweise die Theaterstadt Haag mit einem Sommertheater, welche die ganze Altstadt wieder aktiviert hat, ein neuer Marktplatz im Blasmusikdorf Zeillern mit „rotem Teppich“ und großer Vereinswand aus Holz und die Bildungsgemeinde Moosburg mit einer Vernetzung und Öffnung aller Bildungseinrichtungen in Form eines gemeinsamen Campus. Für Langenzersdorf wird es auch ganz entscheidend zu sein, für die Belebung und Schaffung eines echten Zentrums einen solchen zündenden Funken zu finden bzw. zu entwickeln, welcher die Bewohner und auch Gäste dorthin bringt. Damit sollen dann in Form eines Dominosteins auch alle Betriebe etc. profitieren. Ganz wesentlich ist hier die Entwicklung von Freiflächen mit einer besonderen Aufenthaltsqualität bzw. Angebots und auch entsprechenden Beleuchtung. Hier bietet es sich auch an, eine Plattform für die zahlreichen aktiven Vereine zu schaffen.
Der Dorferneuerungsverein wird sich bei der Gemeinde weiter dafür einsetzen, einen solchen Ideenwettbewerb für einen attraktiven Ortsplatz als kooperatives Verfahren mit den Bürgern umzusetzen, um so nicht nur eine breite Akzeptanz zu schaffen, sondern wirklich für eine echte Belebung des öffentlichen Raums im Zentrum von Langenzersdorf zu sorgen.

Freiflächen mit einer besonderen Aufenthaltsqualität bzw. Angebots und auch entsprechenden Beleuchtung. Hier bietet es sich auch an, eine Plattform für die zahlreichen aktiven Vereine zu schaffen.
Der Dorferneuerungsverein wird sich bei der Gemeinde weiter dafür einsetzen, einen solchen Ideenwettbewerb für einen attraktiven Ortsplatz als kooperatives Verfahren mit den Bürgern umzusetzen, um so nicht nur eine breite Akzeptanz zu schaffen, sondern wirklich für eine echte Belebung des öffentlichen Raums im Zentrum von Langenzersdorf zu sorgen.

Stand der Zukunftskonferenz

Eine Bilanz zur Zukunftskonferenz wurde im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung der Gemeinde am 6.9.2014 im Festsaal präsentiert.

Alle Protokolle zu den Ergebnissen der Arbeitsgruppen finden Sie auf der Gemeindewebsite unter www.langenzersdorf.gv.at und dann ganz nach unten scrollen zum Button Zukunftskonferenz Langenzersdorf.

Dorferneuerungsverein Langenzersdorf -

Bürgerbeteiligung mit Gemeinde 21

Über uns

Unser Verein hat sich die Bürgerbeteiligung im Sinne der Agenda 21 zum Ziel gesetzt. Unsere Arbeit gestaltet sich in verschiedenen Arbeitsgruppen. Lesen Sie hier mehr zu unserer Tätigkeit.

Der Dorferneuerungsverein Langenzersdorf ist eine überparteiliche Ideenbörse und Drehscheibe für eine gemeinsame nachhaltige Planung der künftigen Entwicklung von Langenzersdorf.

 

Unsere Arbeit entspricht den Zielen der Lokalen Agenda 21 im Landesentwicklungskonzept Niederösterreich.

Nachhaltige Dorf- & Stadterneuerung umfasst soziale, wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Aspekte einer Gemeinde. Dabei wird sowohl auf eine transparente Politik und Verwaltung als auch auf einen sparsamen Umgang mit den Ressourcen Wert gelegt.

 

 

 

Die Ziele des überparteilichen und nicht auf Gewinn gerichteten Dorferneuerungsvereins sind die Förderung:

 

  • eines offenen Dialogs und einer transparenten Zusammenarbeit zwischen den zuständigen Organen und Einrichtungen der Gemeinde (Bürgermeister, Gemeindevorstand, Gemeinderat, Gemeindeverwaltung) und interessierten Bürgern bei der Planung der Zukunft in unserer Gemeinde

 

  • einer aktiven BürgerInnenbeteiligung bei der Erarbeitung eines Konzepts für eine maßvolle, gedeihliche und nachhaltige Ortsentwicklung unter der besonderen Berücksichtigung der für das Wiener Umland prognostizierten demografischen Entwicklung

 

  • eines möglichst hohen Maßes an Identifikation und Verantwortungsbewusstsein aller beteiligten BürgerInnen der Gemeinde Langenzersdorf